Der Anbieter von Internet- und Telekommunikationsdiensten Versatel will ebenfalls ein eigenes VDSL-Netz für schnelle Datenübertragung aufbauen und damit dem bislang einzigen VDSL Anbieter Deutsche Telekom Konkurrenz machen. Vorstandschef Peer Knauer sagte vergangenen Freitag gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX: „In Regionen, wo wir einen hohen Marktanteil haben, werden wir ein eigenes Glasfasernetz bauen“. Betriebswirtschaftlich lohnen werde sich das Vorhaben vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Entgelte für die Nutzung der so genannten letzten Meile bzw. Teilnehmeranschlussleitung (TAL) an die deutsche Telekom gespart werden. In Regionen mit geringerem Marktanteil werde man, vorbehaltlich einer Einigung, auf das Netz der Telekom zurück greifen.
Nachdem erst Mitte November Arcor den Aufbau eines eigenen VDSl Netzes bekannt gegeben hatte, tritt nun mit Versatel ein weiteres Unternehmen an, der Deutschen Telekom Konkurrenz im VDSL Geschäft zu machen. Derzeit werde mit der deutschen Telekom über den Zugang zu benötigten Ressourcen, wie Kabelverzweigern und Leerrohren verhandelt. Ohne die Mitbenutzung vorhandener Infrastruktur der telekomwürden die Investitionen deutlich höher ausfallen würden. Mit dem Aufbau eines eigenen schnellen VDSL Netzes soll die Grundlage für Produktbündel aus Telefon, Internet und Multimedianinhalten geschaffen werden.





